TEIL 2
Als ich aufwachte, war ich nicht mehr in diesem Haus.
Helles Licht. Das gleichmäßige Piepen von Maschinen. Der stechende Geruch von Desinfektionsmittel.
Ein Krankenhaus.
Meine Hand schnellte in meinen Magen.
Immer noch da.
Noch am Leben.
Erleichterung ließ mich in leises Schluchzen ausbrechen.
Dann hörte ich eine Stimme – leise, beherrscht und erschreckend ruhig.
„Wer hat ihr das angetan?“
Ethan.
Ich drehte den Kopf. Er stand am Fußende des Bettes, den Kiefer angespannt, die Augen brennend.
„Ich habe Ihre Nachricht erhalten“, sagte er leise. „Das war alles, was ich brauchte.“
Ich versuchte zu sprechen, aber meine Stimme versagte. Das spielte keine Rolle.
Er hat alles gesehen.
Die blauen Flecken. Die Schwellungen. Die Wahrheit.
„Sie lachten …“, flüsterte ich. „Während er …“
Ethan schloss kurz die Augen. Als er sie wieder öffnete, war etwas in ihm hart geworden.
„Ich weiß“, sagte er.
Da fiel es mir auf –
Er war nicht allein gekommen.