Drei Wochen lang wiederholte meine Tochter Mia jeden Abend vor dem Einschlafen denselben seltsamen Satz:
„Mama… mein Bett ist zu eng.“
Zuerst dachte ich, es sei nur einer dieser seltsamen Ausdrücke, die Kinder benutzen, wenn sie ihr Unbehagen nicht richtig beschreiben können. Mia war acht Jahre alt, fantasievoll und manchmal etwas dramatisch, wenn es Zeit fürs Bett war.
„Was meinst du mit eng?“, fragte ich sie eines Abends, als ich die Decke über sie hochzog.
Sie zuckte mit den Achseln.
„Es sieht einfach so aus, als hätte sich irgendetwas das Gewächshaus ausgesucht.“
Ich legte meine Hand auf die Matratze.
Er wirkte völlig normal.
„Du wächst wahrscheinlich“, sagte ich. „Wenn man größer wird, wirken die Betten kleiner.“
Sie schien nicht überzeugt.
In jener Nacht wachte sie gegen Mitternacht auf und betrat leise mein Zimmer.
„Mein Bett ist immer noch zu eng.“