Er sprach, als ginge es ihm um den Kauf eines Grundstücks.
Das Mädchen schwieg. Sie sah ihm ins Gesicht, betrachtete sein Selbstvertrauen und empfand plötzlich Mitleid mit ihm. Vierzig Jahre alt. Reich. Und immer noch allein. Er wiederholte, die Ärzte hätten ihm höchstens ein Jahr gegeben.
Das Mädchen willigte ein. Nicht wegen des Geldes, sagte sie sich. Sie würde sowieso in einem Jahr sterben. Und ihr Vater würde freigelassen werden, und ihre Mutter würde behandelt werden. Was hatte sie schon zu verlieren?
Die Hochzeit verlief schnell und ruhig.
Doch in ihrer Hochzeitsnacht geschah etwas, das sie zutiefst entsetzte, und am nächsten Morgen floh sie aus dem Haus.
Als ihr Mann eingeschlafen war, konnte das kleine Mädchen nicht schlafen. Das Haus wirkte fremd und kalt. Sie stand auf, ging den Flur entlang und sah, ohne es zu ahnen, Licht im Büro. Die Tür stand einen Spalt offen.
Die Papiere lagen auf dem Schreibtisch.
Sie hatte nicht die Absicht gehabt, die Dokumente anderer zu lesen. Doch ihr Blick verweilte auf vertrauten Wörtern: Datum, Unterschrift und dem Stempel der Klinik.