Ich setzte mich an den Küchentisch und durchsuchte seine E-Mails. Ich redete mir ein, ich suche nach Beweisen. Ich war mir sicher, dass ich sie finden würde.
Stattdessen fand ich einen Ordner mit der Bezeichnung „Sitzungen“.
Alle Nachrichten stammten von Rachel.
Die Betreffzeile der letzten E-Mail lautete: „Dienstagsnotizen, Nachtrag“.
Ich habe es geöffnet.
Was ich dann vorfand, war so unerwartet, dass mir für einen Moment der Atem stockte.
Die E-Mail enthielt mehrere ausdruckbare Arbeitsblätter und eine Schreibaufgabe zur Trauerverarbeitung.
Rachels Name erschien am Ende abgedruckt, zusammen mit ihrer Adresse und ihrem Titel: Trauertherapeutin.
Ich begann, die Aufgabe zu lesen. Einen Absatz später wünschte ich, ich hätte es nicht getan.
Ich las von einem Mann, der um den Verlust seines Sohnes trauerte, den er nie in den Armen halten konnte. Ein Sohn namens Eli, den wir begraben mussten, bevor er überhaupt atmen konnte.
Ein Sohn, von dem wir zwei Jahre zuvor beschlossen hatten, dass er uns entwachsen sei, weil Nolan so standhaft, so zuverlässig, so ruhig gewesen war.
Lesen Sie weiter.
Ich fand eine Notiz, die Nolan geschrieben, als Entwurf gespeichert und nie abgeschickt hatte. Was ich darin las, brach mir das Herz.
„Ich will nicht, dass Maren mich zusammenbrechen sieht. Sie hat es ja auch verloren.“
Die Küche wackelte unter meinen Füßen.
Ich rutschte vom Stuhl auf die kalten Fliesen und stieß einen Laut aus, den ich selbst nicht als meinen eigenen erkannte.
Jeder Titel wurde neu arrangiert in
Vor mir. Die angespannte Stimme auf dem Parkplatz. Die schlaflosen Nächte in der Garage.
Nur ein Rätsel blieb offen. Alle Rechnungen waren auf Rachels Namen ausgestellt, warum also hatte Ivy behauptet, Rachel habe Nolan fürs Weinen bezahlt?
Nolan kam ein paar Minuten später nach Hause. Er blieb stehen, als er mich sah. Sein Blick fiel sofort auf den Laptop auf dem Tisch.
Ich bin nicht aufgestanden. Ich habe meine Stimme nicht erhoben.
„Warum hast du das allein getragen?“, fragte ich.